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Hilfe, mein Vormieter war ein Messie

Wenn man eine Wohnung mietet, ist es normalerweise so, dass man die Wohnung besenrein übergeben bekommt. Oder sie ist überhaupt frisch ausgemalt und renoviert. Es gibt aber auch Fälle, da läuft es anders: man ist zum Beispiel Nachbar, und bekommt die Wohnung nebenan angeboten, weil sie größer ist. Man willigt in alle Bedingungen eines Vertrages ein, weil man unbedingt die Nachbarwohnung haben möchte, und steht dann möglicherweise vor einem nicht bekannten Problem: der Vormieter war ein Messie. Vielleicht ist die Wohnung noch gar nicht geräumt. Der Messie ist verstorben oder wurde delogiert. Was kann man nun tun, um sich der Dinge zu entledigen?

Ganz wichtig ist vorerst festzustellen, wessen Eigentum die Gegenstände sind. Wurde der Messie delogiert, wird normalerweise alles mitentrümpelt. Der Messie oder Vormieter kann sich seine Gegenstände bei einer Entrümplungsfirma abholen, welche die Gegenstände zwischenlagert. Ist der Vormieter verstorben und gibt es keine Erben, wird es schwierig. Möglicherweise ist die Entrümpelung kostenintensiver, als das Eigentum, inklusive Müll, ausmacht. Es ist mit dem Vermieter zu klären, was mit dem Eigentum des Vormieters geschieht. Dies sollte in jedem Fall schriftlich geschehen.

Hat man die Wohnung dann endlich sauber, sollte man nach Ungeziefer Ausschau halten: nicht selten leben Tierchen im Müll, welche diesen als hervorragenden Wohnort nutzen. Diese Tierchen haben es sich eventuell schon unter dem Teppich oder in den Parkettritzen bequem gemacht und sehen nicht ein, dass sie nun mit dem Müll und den Messie-Gegenständen verschwinden sollen. Gerade in der Küche, wo auch Lebensmittel dahinschimmelten, ist das Problem zu untersuchen. Also gute Beobachtung ist angesagt, möglicherweise sollte man die Böden rausreißen. Küchenmöbel sind ebenfalls ein Herd des Ungeziefers. Auch diese gehören gründlich untersucht und eventuell entsorgt. Diesbezüglich ist mit dem Vermieter Rücksprache zu halten und die Probleme klar zu benennen.

Die Wände sollten in jedem Fall neu gestrichen werden. Kalkfarben sind sehr gut dazu geeignet, denn Kalk desinfiziert.

Einen besonders krassen Fall gab es in einem alten Einfamilienhaus: hier hatte der Messie Vormieter seinen Kot in das Ofenrohr gestopft, keiner weiß warum.

Fazit:

Messies sind Menschen, die sich von nichts trennen können. Sie kommen auf die absurdesten Ideen. Wenn Sie in eine Wohnung oder ein Haus einziehen, welches einen Messie zum Bewohner hatte, stoßen Sie vielleicht noch nach Jahren auf unerwartete Dinge, die Sie nicht für möglich gehalten hätten.

Mehr über das Messie-Syndrom:

Bildnachweis: jackmac34 | pixabay.com

Rubrik:   Bauen / Wohnen

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Kommentare / Bewertungen

  • Posted: 09:58

    Herny

    Das Thema ist sehr ernst und für alle Beteiligten nicht gerade angenehm. Daher ist es umso wichtiger, dass man mit diesem Thema richtig umgeht. Und meines Erachtens konnte der Artikel sehr gute Ratschläge und Tipps geben. Glücklicherweise sind wir noch nicht in so eine Wohnung eingezogen, die sich im Messi-Zustand befand. Aber so ein Einzug stelle ich mir sehr schwierig und anstrengend vor, denn beim Einzug in eine neue Wohnung /neues Haus freut man sich auf das Neue. Man will alles schön eirichten, dekorieren, sich wohlfühlen... und nicht den Müll und die Unordnung des Vormieters aufräumen und sich damit aufhalten. Ich bin auch eher ein Ordnungstyp, der gerne aufräumt und viel Ordnung hält. Vielleicht in gewissen Sachen zu "organisiert" und "ordentlich", aber da fühle ich mich wohl. Deshalb ist es auch für viele Menschen so unbegreiflich, wie man in Bergen von Müll wohnen kann. Da ich gerne aufräume, habe ich mir angewöhnt, alle Gegenstände in unserer Wohnung thematisch in Plastikboxen einzuräumen. Dadurch dass die Boxen aus durchsichtigem Material bestehen, sieht man sofort was sich in diesen Boxen befindet. Einfach nur klasse dieses Ordnungssystem. Hier kann man schauen, von welchen Boxen ich spreche. Das Erstaunliche finde ich auch, dass laut dem Fazit es nach Jahren noch zu Überraschungen kommen kann. Vielleicht solle man sich auch Gedanken darüber machen, ob man in so eine Wohnung wirklich einziehen möchte... Aber dennoch vielen Dank für den Artikel! Viele Grüße.