Entspannter wohnen als Allergiker

07.09.2022 | MAGAZIN

Die meisten Allergien entstehen im eigenen Haushalt, da hier viele Haare, Pollen, Pilze und Milben zusammenkommen. Es gibt mittlerweile aber viele Möglichkeiten, um Allergieauslöser fernzuhalten

Wie werden die Ursachen vermieden?

Bevor man irgendetwas verhindern kann, muss man die Ursache für die Allergie kennen. Allergene sind der Grund, warum überhaupt erst Asthma und andere Allergien entstehen, die durch die Atmung in die Schleimhäute gelangen. Hausstaub, Schimmelpilzsporen und Pollen drücken ebenfalls auf die Augen und Atemwege, sodass es mehrfach zu Niesen, Husten, geröteten Augen und Atembeschwerden kommt. Die Beschwerden müssen rechtzeitig abgemildert werden, bevor sie sich manifestieren. Der Kot der Hausstaubmilden ist angeblich der häufigste Allergieauslöser. Sie befinden sich in der Bettdecke, in der Matratze, in Teppichen, Kuscheltieren. Sie sind nahezu überall, wo man sich gut einnisten kann und sind nur schwer zu entfernen.

Deshalb sollten Sie als Allergiker alle Polster und Kuscheltiere entfernen. Beim Staubsaugen sollte darauf geachtet werden, einen HEPA-Filter zu verwenden, damit sich die Hausstaubmilbenallergene nicht in der Wohnung verteilen. Die Oberflächen sollten mit einem feuchten Tuch gewischt werden. Staubwedel helfen beim Putzen nur wenig. Regelmäßiges Lüften kann hier Abhilfe schaffen, da in kalten Räumen die Milben sich nicht ausbreiten können. Besondere Matratze-Bezüge sind für Hausstauballergiker hilfreich.

Schimmelpilze sind oft der Grund für Niesanfälle. Diese halten sich in schlecht gelüfteten und feuchten Umgebungen auf. Aus diesem Grund muss mehrmals täglich gelüftet werden. Schimmelpilze befinden sich meist in Ecken und auf den Wänden. Mit speziellen Reinigungsmitteln können die Pilze entfernt werden. Oft wird jedoch eine Haussanierung empfohlen.

Blütenstaub ist für Allergiker auch ein ungebetener Gast, der nicht nur in der Luft herumschwirrt, sondern auch in die Wohnung gelangen kann. Pollen lösen Heuschnupfen aus. Hier sollten Sie nur früh morgens oder abends lüften. Es gibt auch Pollengitter, die angebracht werden können. Das wäre vor allem im Schlafzimmer zu empfehlen. Getragene Klamotten sollten außerdem nicht im Schlafzimmer ausgezogen werden, da man diese von draußen in die Wohnung hereinbringt. Wer oft saugt und den Boden feucht wischt, kann sich vor einer Allergie schützen.

Was kann man bei einer Tierhaar-Allergie tun?

Wer auf Tierhaare allergisch ist, reagiert nicht nur auf das Fell der Tiere, sondern auch auf deren Schweiß, Talg, Kot, Urin und Speichel. Wenn die Allergiker die Allergene einatmen kann es zu einem Niesreiz, Schnupfen oder geröteten Augen kommen. In dem Fall müssen die Tiere aber nicht zwangsweise abgeben werden. Wenn Sie nur eine leichte Allergie haben, sollten sie nicht allzu viel Zeit oder Nähe mit dem jeweiligen Tier genießen. Die Tiere dürfen sich dann auch nicht mehr im Schlafzimmer aufhalten.

Wenn Sie das Tier streicheln, müssen Sie danach die Hände gründlich waschen. Die Kleidung muss oft gewechselt und bei hohen Temperaturen gewaschen werden. Teppiche, Polster und Vorhänge sollten in regelmäßigen Abständen gesäubert werden. Wenn die Symptome allerdings zu stark sind, muss das Haustier in eine andere Obhut gegeben werden. Es gibt für viele Dinge eine einfache Lösung, doch manchmal ist man leider auch dazu gezwungen, sein Leben komplett umzukrempeln, um seiner eigenen Gesundheit nicht weiter zu schaden.