Leider existiert keine allgemein gültige Regel für den Kauf einer Immobilie. Die wichtigste Frage die sich jeder potentielle Immobilienerwerber immer stellen sollte, ist die, ob der Preis für das gewünschte Objekt angemessen ist.

Der Wunsch zum Erwerb einer Immobilie erfolgt gemeinhin entweder zur eigenen Nutzung der Immobilie oder zur Erwirtschaftung einer Mietrendite.

Der Wert einer Immobilie wird nach wie vor allem durch ein Merkmal bestimmt, die Lage. Aus diesem Grund sollte man die Lage des gewünschten Objektes entweder kennen oder sich mit dieser eingehend vertraut machen. Das Beschäftigen mit der Lage und der Umgebung einer Immobilie kann mitunter einige Tage oder mehr in Anspruch nehmen. Wichtige Faktoren sind hierbei die Infrastruktur, die Anbindung an den öffentlichen Verkehr, die Situation des Arbeitsmarktes, die Nähe zu einer größeren Stadt und die Altersstruktur der Einwohner.

Daher ist ein Immobilienerwerb am oder in der Nähe des aktuellen Wohnorts sehr häufig die klügste Alternative, insbesondere wenn die genannten Faktoren für eine positive Entwicklung des Immobilienmarktes auf den Heimatort zutreffen.

Ein weiterer wichtiger Faktor für den Wert einer Immobilie ist deren Bausubstanz und die Innenausstattung. Um sich einen Überblick über in Frage kommende Immobilien zu verschaffen bietet sich die Nutzung einer Immobilien-App an. Aktuell existieren viele Apps zur Suche von Immobilien. Diese sind meist gratis erhältlich, bieten eine freundliche Bedienbarkeit und schaffen so einen guten Überblick über den aktuellen Immobilienmarkt.

Interessenten für den Immobilienkauf die sich eine persönliche Beratung wünschen beauftragen am besten einen Immobilienmakler ihres Vertrauens der sie bei der Suche und der Einschätzung eines möglichen Kaufobjekts sowie dessen Finanzierung und Kaufabwicklung begleiten kann. Dazu nutzt der Makler seine Kenntnisse des Marktes vor Ort, seine persönlichen Kontakte und setzt entsprechende professionelle Immobiliensoftware ein.

Preisfindung und Finanzierung der Immobilie

Bei der selbstgenutzten Immobilie ist die Preisfindung relativ einfach. Man sollte keinesfalls mehr für die Immobilie bezahlen als das Budget dafür hergibt. Das Budget errechnet sich aus der monatlich aufzubringenden Rate für Zins und Tilgung zur Begleichung des Kaufpreises plus Nebenkosten nach Abzug des Eigenkapitalanteils. Wie hoch dieser Kapitaldienst genannte Betrag ist und ob er in das Budget des Käufers passt kann eine Bank vor Erwerb der Immobilie berechnen.

Bei einer Immobilie zur Fremdfinanzierung wird die Kalkulation des angemessenen Kaufpreises schon schwieriger. Grundsätzlich wendet man zur Berechnung folgende Formel an:

100 / Kaufpreis in Jahresmieten = Jahresrendite

Diese Formel reicht heute für die Ermittlung des fairen Preis inklusive einer Renditeerwartung alleine nicht mehr aus. Ebenso beachtet werden muss das Alter der Immobilie, die Lage, möglicher Sanierungsbedarf und die Energieeffizienz. Unter Berücksichtigung all dieser Parameter sollte der Kaufpreis auch beim heutigen Zinsniveau das 25 fache der jährlichen Nettokaltmiete im Idealfall nicht übersteigen. Wenn der Käufer in der Lage ist das Objekt z.B. aus einer Erbschaft oder aus eigenem Vermögen zu erwerben sollte die Rendite vor Steuern und Instandhaltungsrücklagen mindestens 3 Prozent pro Jahr betragen.