Am Esszimmertisch spielt sich in vielen Haushalten ein Großteil des Alltagsgeschehens ab. Damit das Möbelstück das Familienleben bestmöglich fördert und das Ambiente positiv prägt, müssen beim Kauf zahlreiche Aspekte beachtet werden. Wir haben fünf praktische Tipps zusammengestellt, welche die Suche nach dem perfekten Modell erleichtern.

1. Optimale Größe

Damit alle bequem am Tisch sitzen können und auch bei spontanem Besuch kein Platzmangel herrscht, sollte der individuelle Bedarf genau berechnet werden. Zur Bedarfsermittlung sollten mindestens 60 Zentimeter Breite für jede Person kalkuliert werden. Diese Breite wird benötigt, um beim Essen ausreichend Bewegungsfreiraum zu genießen. In die Tiefe sind pro Sitzplatz 40 Zentimeter empfehlenswert. Mit diesen Maßen haben auch Kochutensilien wie Töpfe und Pfannen auf dem Tisch Platz.

2. Erweiterbare Tischplatten

Wer regelmäßig Gäste erwartet, kalkuliert zusätzliche Sitzplätze ein. Besteht hierfür nicht genug Wohnraum kann es sich lohnen nach einer klappbaren Ausführung Ausschau zu halten. Mit solchen Tischen kann man spontan auf Besuch reagieren ohne im Alltag den Raum einzuschränken. Eine weitere Alternative sind ausziehbare Modelle. Sie verbergen unter der Tischplatte erweiterbare Tischfläche.  Praktisch sind beidseitig ausziehbare Tische. Dabei kann die Platte mit wenigen Handgriffen um ein Vielfaches vergrößert werden.

3. Die Materialwahl

Welches Material gewählt wird, hängt vom persönlichen Geschmack und dem Nutzerverhalten ab. Hier kann keine pauschale Empfehlung ausgesprochen werden. In erster Linie sollte das Material einen gemütlichen und einladenden Charme versprühen, um den Essplatz zu einem sympathischen Treffpunkt avancieren zu lassen. Gleichzeitig spielt die Strapazierfähigkeit eine markante Rolle. Wohnen Kinder im Haushalt muss die Oberfläche erhöhten Strapazen standhalten. Ein empfindlicher Glastisch wäre für diesen Zweck ungeeignet. Ein robuster Holztisch oder eine Kunststoff-Variante wäre dagegen prädestiniert. Fällt die Entscheidung auf natürliches Holz, sind Esstische aus Massivholz ratsam. Während Massivholzmöbel im stationären Einzelhandel oft sehr teuer sind, kann man online von attraktiven Angeboten profitieren. Welche Faktoren mit dem FSC-Siegel einhergehen, wird auf der Internetpräsenz des Forest Stewardship Council erklärt.

Die Hintergründe verdeutlicht das folgende Video von FSC Deutschland.

 

 

Eine grobe Übersicht zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Materialien wurde tabellarisch dargestellt:

 

Holz Glas Metall Kunststoff
Vorteile – wohngesund- langlebig

– positiver Einfluss auf Raumklima

– attraktive Gebrauchsspuren

– Design-Vielfalt

– schicke Optik- Transparenz

– zeitlos

– robust- pflegeleicht

– zeitlos

– langlebig

– pflegeleicht- leicht

– robust

– Designauswahl

Nachteile – Pflegebedarf- je nach Oberfläche empfindlich – empfindlich- schwer – „kalte“ Optik- schwer

– hart

 

– unnatürlicher Charakter- geringere Lebensdauer

 

4. Perfekte Formen

Ob ein runder, eckiger oder ovaler Esstisch passend ist, hängt entscheidend vom Raum ab. Für kleine Räume sind beispielsweise quadratische oder rechteckige Tische vorteilhaft. Sie nehmen weniger Fläche ein als ein runder Tisch. Mit rechteckigen Ausführungen lässt sich Wohnfläche generell besser nutzen. Ist der Tisch tief genug, ist auch die Beinfreiheit ausreichend. Störende Querbalken oder Streben sollten vermieden werden. Runde Tische bieten den Vorteil, dass sie die Kommunikation fördern. Hierfür darf allerdings der Durchmesser nicht zu groß sein. Ansonsten ist der Abstand zwischen den Gesprächspartner zu groß und das Unterhalten fällt zunehmend schwerer.

dining-table5. Höhe anpassen

Die beste Höhe eines Esstisches liegt zwischen 74 und 78 Zentimetern bis zur Oberkante. Die Höhe muss aber stets mit den Stühlen harmonieren und zur Körpergröße passen. Nur so können Haltungsschäden vermieden und ein komfortabler Sitzgenuss garantiert werden.

Fazit

Um den für sich perfekten Esstisch zu finden, müssen vom Material über die Größe bis hin zur Form alle Aspekte in die Kaufentscheidung einbezogen werden. Darüber hinaus sollte auf die Herkunft des Materials und die mit der Herstellung verbundenen Umweltbelastungen geachtet werden. Mit entsprechenden Zertifikaten wie dem FSC-Siegel oder dem Blauen Engel kann man sich die Auswahl vereinfachen.

Bilderquelle: pixabay.com (Titelbild / „PIX1861“), (Bild 2 / „alexandria“)