Dauerbrandöfen – Vor- und Nachteile

25.10.2013 | MAGAZIN

Oft wird der Dauerbrandofen falsch ausgelegt. Dabei wird fälschlicherweise davon ausgegangen, dass ein Dauerbrandofen ständig befeuert wird. Diese Ansicht ist falsch. Die Bezeichnung stammt daher, dass so ein Ofen für eine bestimmte Zeit die Glut halten kann.

Die Vorgaben für einen Dauerbrandofen sind genau geregelt

So ist es vorgeschrieben, dass Dauerbrandöfen die Glut bei der Nennleistung mindestens 1,5 Stunden bei einer Feuerung des Kamins mit Brennholz und wenigstens 4 Stunden halten müssen, wenn sie mit Braunkohlebriketts befeuert werden. Bei einer Teillast muss die Glut mindestens 10 Stunden mit Brennholz und wenigstens 14 Stunden mit Braunkohlebriketts vorhalten. Mit den richtigen Einsätzen können in Dauerbrandöfen auch Scheitholz, Briketts, Gas oder Öl zum Heizen benutzt werden. Der Dauerbrandofen besteht aus einer Brennkammer. Diese ist in der Regel mit einer Gussmulde im Boden bestückt. Die ist wichtig beim Abbrand von Kohlebriketts und Kohle, sodass diese ständig nachrutschen können. Darunter befindet sich ein Rost. Durch diesen wird der Sauerstoff zur Verbrennung zugeführt. Dauerbrandöfen können auch mit Holz und teilweise sogar mit Pellets beheizt werden. Die diese Art von Öfen auf Kohleabbrand ausgerichtet sind, werden beim Abbrand mit diesen Brennmaterialien aber bei Weitem nicht so hohe Wirkungsgrade erreicht. Hinzu kommt, dass bei einer Nutzung zu Hause kaum die Idealbedingungen für die Normwerte erfüllt werden und somit nicht erreicht werden können.

Vorteile und Nachteile

Der größte Vorteil von Dauerbrandöfen ist, dass man das Brennmaterial nur relativ selten nachlegen muss. Der Nachteil dieser Öfen liegt im Betrieb mit einer verringerten Sauerstoffzufuhr wobei verstärkt umweltschädliche Emissionen freigesetzt werden. Zusätzlich wird bei der Nutzung mit einer reduzierten Sauerstoffzufuhr einer verstärkten Bildung von Ruß Vorschub geleistet. Dieser verschmutzt die Scheiben des Ofens, wenn er welche besitzt, wie auch den Rauchabzug und ist nicht einfach zu entfernen. Darüber hinaus wird die Heizleistung überproportional verringert.

Nutzung in der Praxis

Geeignet sind Dauerbrandöfen besonders dann, wenn nicht andauernd Brennstoff nachgelegt werden kann oder soll. Wie schon erwähnt, werden aus den unterschiedlichsten Gründen in der Praxis die angegebenen Haltezeiten oft nicht wirklich erreicht. Das kann daran liegen, dass die Dauerbrandöfen mit einer Mischung aus Briketts und Kaminholz beheizt werden. Dies verringert die Haltezeit schon deutlich. Hinzu kommt, dass oft die Sauerstoffzufuhr nicht auf das nötige Minimum heruntergefahren wird. Weiterhin ist die Beschaffenheit des Brennholzes in Betracht zu ziehen. Es ist ein Unterschied ob Hart- oder Weichholz mit einer relativ hohen oder einer relativ niedrigen Feuchte verfeuert wird. Das sind ­alle wichtige Dinge, die in Betracht gezogen werden müssen.

Bildnachweis: © Hans | pixabay.com

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