Sie sind klein, schwarz, oft sehr zahlreich und sie nerven gewaltig: Trauermücken können zu einer echten Plage werden, wenn sie die Topfpflanzen in der Wohnung befallen. Zum Glück gibt es ein paar ganz einfache Mittel, die kleinen Tierchen wieder los zu werden.

Trotz ihres Namens stechen Trauermücken nicht. Ein Befall der Zimmerpflanzen mit Trauermücken, die auf den ersten Blick leicht mit Fruchtfliegen verwechselt werden können, kann aber den Pflanzen schaden und ist außerdem sehr lästig. Trauermücken leben nur wenige Tage, können sich aber in dieser Zeit schnell vermehren, da die Weibchen in ihrem Leben bis zu 160 Eier ablegen können. In der feuchten Blumenerde der Zimmerpflanzen schlüpfen nach kurzer Zeit Larven, die wiederum nach nur wenigen Tagen zu flugfähigen Insekten heranwachsen. Schädlich –insbesondere für junge Pflanzen – sind dabei nur die Larven, da sie sich von den Wurzeln der Pflanzen ernähren.

Was hilft wirklich gegen die Plage aus dem Blumentopf?

Im Internet kursieren zahlreche Tipps und Tricks, wie man die Tierchen los wird. Um Trauermücken effektiv zu bekämpfen, sind aber vor allem drei Methoden erfolgversprechend. Quarzsand, Gelbsticker (bzw. Gelbtafeln) und Nematoden (Fadenwürmer) oder Raubmilben. Bei letzeren beiden handelt es sich um Fressfeinde der Mückenlarven die in die Blumenerde eingebracht werden. Sie sind im Internet oder im Fachhandel erhältlich und für Menschen und Tiere völlig harmlos. Bei Gelbstickern handelt es sich um Klebefallen. Die Mücken werden von der Farbe angezogen und bleiben an der Oberfläche kleben. Gelbsticker sind z.B. in Drogeriemärkten oder Gartencentern erhältlich. Schließlich die Sand-Methode: Dabei wird die Blumenerde mit einer Schicht Quarzsand bedeckt. Die Sandschicht verhindert, dass die Mückenweibchen ihre Eier in der Erde ablegen können. Diese Methode ist auch als vorbeugende Maßnahme geeignet. Um besonders wirksam gegen Trauermücken vorzugehen, bietet es sich an, die verschiedenen Methoden zu kombinieren. Die Gelbsticker eigenen sich dabei auch als Indikatorfallen, an denen sich ablesen lässt, ob die Bekämpfung der Mücken erfolgreich ist.

 

 

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