Tafelgeschirr als Wohndeko – Warum nicht?

29.06.2012 | MAGAZIN

Tafelgeschirr als Wohndeko – Warum nicht?

29.06.2012 | MAGAZIN

Es ist noch gar nicht lange her, da gehörte es zum guten Ton, komplette Geschirrsets gut sichtbar in der Vitrine zu platzieren. Besonders wenn es sich um hochwertige, teure Tafelservice für große Gastgelage in vollständiger Anzahl handelte, zeigte man gern, was man hat. Ausnehmend stolz konnte man sein, wenn ein Kaffeeservice, ein Teeservice und mindestens eine Ausstattung Tafelgeschirr mit Goldrand vorzuweisen waren. So eine Vitrine stand an gut sichtbarer Position in der Diele, der guten Stube oder zumindest in Esszimmer oder Salon. Wand- und Zinntellersammlungen kamen dazu, wenn die Vitrinen mit nützlichem Geschirr gefüllt waren. Das alles schafft eine behagliche Atmosphäre von Gastlichkeit und Wohlstand.

Praktische Hingucker – Tafelgeschirr im Einsatz

Ein Rest von dieser Wohnlichkeit zeigt sich noch in einigen Küchen, die nicht ausschließlich zur Nahrungsherstellung genutzt werden, wo ein großer Tisch für familiären Austausch bürgt, den sogenannten Wohnküchen. Hier hängen auch heute noch Tassen an Schraubhaken unter den Hängeschränken über der Spüle, Pfannen und Kellen, Küchenfreund und Kochlöffel baumeln über dem Herd. Man kann nicht umhin, es ist einfach behaglicher, wenn die Versorgung offensichtlich gewährleistet ist. Eine weit ausladende Schale mit Obst aus aller Herren Länder auf Tisch oder Anrichte oder eine Schale oder Dose aus edlem Kristallglas mit Konfekt unterstreicht die Gastlichkeit. Von Bildberichten über Sammler weiss man, dass es sehr behaglich anmutet, wenn antike Kaffeemühlen oder -kannen auf eigens dafür installierten Regalen in Türhöhe den Raum umspielen.

Traditionell und zugleich modern

Mit all diesem Wissen zu jonglieren, schafft neue Möglichkeiten. So ist die gefüllte Obstschale neben der Badewanne eine innovative Idee mit komfortablem Nutzen für Wellness im eigenen Reich. Das kleine asiatische Teeservice in der Bibliothek bekommt einen praktischen Nutzen, wenn der Tee-Bereiter ebenfalls in der Nähe des Lesesessels funktionsbereit, eventuell versteckt, untergebracht ist. Für „ein letztes Glas im Stehen“ bietet sich das Lieblingsgetränk des Gastes samt passenden Gläsern im Hausflur nahe der Tür an.

Bildnachweis: MirellaST | pixabay.com

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