Innen- & Außenwände selbst verputzen

12.07.2022 | MAGAZIN

Innen- & Außenwände selbst verputzen

12.07.2022 | MAGAZIN

Es benötigt durchaus Fingerspitzengefühl und verlangt so manchem Laien einiges ab. Die Rede ist vom Verputzen. Mit etwas Geschick und Übung ist das Verputzen sowohl im Neubau, als auch beim Sanieren für Heimwerker eine lösbare Aufgabe. Am Ende muss ein zufriedenstellendes Ergebnis „an der Wand“ stehen, da eine Korrektur im Nachhinein nur schwer zum Erfolg führt.

Ermittlung des Materialbedarfs

Zu aller erst muss die Wandfläche berechnet werden. Eine Faustregel besagt, dass für eine Fläche von 2,5 Quadratmetern und einer Dicke von 1 Zentimeter rund 30 Kilogramm Gipsputz benötigt werden.
Weiterhin müssen im Abstand von etwa 50 Zentimetern Putzschienen über die Gesamthöhe des Raumes angebracht werden. Zur Decke gilt es, einen Abstand von 20 bis 40 Zentimetern zu halten.

Alle nötigen Vorbereitungen treffen

Insbesondere in Altbauten muss die Wand von altem Putz, Tapeten oder Farbe befreit werden. Um das ganze Übel später nicht mühselig vom Boden entfernen zu müssen, ist das Auskleiden des Untergrundes mit Vlies empfehlenswert. Geht es um das Verputzen von Beton, Metall oder Holz benötigt man im Zweifelsfall Ratschläge einer Fach-affinen Person.

Da sich Holz im Laufe der Zeit verändert, kann es nicht verputzt werden, sondern muss mit Verputzgitter oder Putzträgerplatten verkleidet werden. Auf Metalloberflächen muss Rostschutz aufgetragen werden. Bei Beton muss zwingend darauf geachtet werden, dass dieser völlig ausgehärtet ist.

Grundierung und Nässen der Wand

Die saubere Wand muss grundiert werden. Dabei ist die Auswahl der korrekten Grundierung von der Saugfähigkeit der Wand abhängig. Dies kann durch Auftragen von Wasser ermittelt werden. Verbleiben Tropfen auf der Wand, ist diese nicht saugfähig. Zieht Wasser langsam ein, spricht man von einer normal saugenden Wand und zieht es schnell ein, ist die Wand stark saugend. Auf Basis dessen wird die Grundierung aufgetragen. Vor dem Verputzen erfolgt eine neuerliche Befeuchtung der Wand. Sie brauchen hier nicht zu zaghaft mit dem Wasser umzugehen.

Setzen der Profile

Ist man kein Profi, können Profile helfen. Hier eignen sich Schnellputzleisten, die in einem Abstand von knapp 50 Zentimetern im Lot mittels Eckschienenmörtel an die Wand angebracht werden. Eckprofile schützen zudem Kanten.

Anrühren und Auftragen

Putzmörtel und Wasser müssen mit einem Rührquirl homogen gemischt werden. Der fertige Putz wird mittels Kelle oder Spachtel an die Wand geworfen und grob verstrichen. In diesem Schritt muss die zu verputzende Ebene noch nicht glatt sein. Glattgezogen wird im folgenden Schritt mit einer Abziehlatte und den Putzschienen, jedoch sollte zwischen Decke und Putzschicht ein kleiner Abstand gelassen werden, um zu vermeiden, dass der Putz in späteren Phasen Risse bekommt.

Glätten oder Struktur in den Putz bringen

Strukturiert kann der Putz nach persönlichen Vorlieben werden, solange er noch feucht ist. Zur finalen Glättung können Sie die Oberfläche mit einem Schwammbrett oder einem Schleifgitter bearbeitet werden.
Nicht jeder Putz ist gleich, es gibt verschiedene Arten: Gipsputz, Lehmputz, Kalkputz, Kunstharzputz, Oberputz, Dekorputz, Unterputz und Grundputz.

Mit etwas Feingefühl geht alles

Das Verputzen einer Wand ist nicht so einfach wie manche denken, es fordert ein hohes Maß an Konzentration und Genauigkeit. Wird jeder Schritt gewissenhaft abgearbeitet, erstrahlt die Wand bald in einem neuen, edlen Putz.

 

Bildnachweis: Superstar // shutterstock

Weitere Beiträge

Hängematte selbst gemacht

Was gibt es schöneres als nach getaner Arbeit einfach einmal die Seele baumeln zu lassen? Hierfür ist eine Hängematte ideal und setzt in den eigenen 4 Wänden noch zusätzlich schöne Akzente. Wer handwerklich einigermaßen begabt ist, kann eine Hängematte auch recht...

Designmöbel – Kultige und stylische Möbel im Web finden

Das Internet ist in den letzten Jahren für sehr viele Verbraucher zu einem Medium geworden, aus dem sie sämtliche Informationen beziehen, die sie benötigen, um ihren Alltag zu bewältigen. Dies merken auch die vielen Online Händler, die ihre Produkte und...

Haushaltsauflösung – Darauf sollte man achten

Die Gründe für eine Haushaltsauflösung sind vielfältig. Hier kann es sein, dass ein Familienmitglied gestorben ist oder in ein Alters- oder Pflegeheim gezogen ist. Es ist aber auch möglich, dass jemand auswandern oder einfach nur mit jemandem zusammenziehen möchte....

Wirkungsvoll den Haushalt entkalken

Um das regelmäßige Entkalken im Haushalt kommt man heutzutage einfach nicht mehr drum herum. Im ständigen Gebrauch und Kontakt mit Wasser setzen Kaffeemaschine, Wasserkocher, Spülmaschine und auch Waschmaschine mit der Zeit einfach Kaltrückstände an. Auch an...

Was man über Möbeltresore wissen sollte

Die meisten von uns verfügen über diverse Wertgegenstände. Egal, ob es sich hierbei um kostbaren Echtschmuck, Sparbücher oder Bargeld handelt. In Zeiten wie diesen ist es manchmal wenig ratsam, sein wertvolle Dinge einfach so bei sich zu Hause herum liegen zu...

Kleine Küche, große Wirkung: Platz schaffen mit Stil

Eine kleine Küche kann schnell zur Herausforderung werden – besonders dann, wenn man sie nicht nur schön, sondern auch funktional gestalten will. Der verfügbare Platz wirkt oft wie ein Puzzle, das man mit Töpfen, Vorräten und Geräten lösen muss. Doch gerade in...

Langlebige Eleganz: Der perfekte Metallzaun für zuhause

Möchten Sie Ihr Grundstück einfrieden? Suchen Sie nach einem soliden Gartenzaun, der stabil, funktional und pflegeleicht ist? Wenn Sie diese Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, machen Sie mit einem Metallzaun nichts falsch. Metallzäune – die wichtigsten Vorteile...

So schützt man sich im Wintergarten vor der Sonne

Wintergärten sind in deutschen Haushalten ein immer beliebter werdender Rückzugsort. Im Jahr 2021 hatten rund 3,7 Millionen Deutsche einen Wintergarten in ihrem Wohnraum integriert, 2017 sind es erst 3,2 Millionen gewesen und 2019 immerhin schon 3,3 Millionen. Ein...